3
Sep
2006

Großstadtparfum: Big-City-Taste

city2

eS iSt KeIn GaNz NoRmAlEr TaG!



Mein Tag!Geliebt!geliebt!Geliebt!gehasst!
Stress gehabt? Ja.
Gelebt? Ja.
Gefühlt? Und wie.Jede Minute.

Gefühlt? Und wie.Jede Minute.

Ich lasse mich antreiben von Tönen und Klängen. Schraube mich durch die Stadt. Der vergangene Augenblick bereits gelebte Erinnerung.WOW. Ganz nach meinem Geschmack!Schnell. Vergangen. Aber tiefsinnig. Bis auf die Haut.

Zum nächsten Augenblick. Die Message: Du musst weiter.


Kleine Schweißperlen auf der Nase. Auf der Haut. Mit den Gedanken schon weiter und gleichermaßen in der Erinnerung: Verhaftet aber der Tag fragt nicht danach. Er geht weiter. Adrenalin im Blut. Es pulsiert durch meine Adern. Reichert sie an mit dem komplexen Gemisch der Aussenwelt. Entwaffnet mich. Treibt mich an. Zur Flucht? Nein! Zum nächsten Augenblick. Die Message: Du musst weiter! Zeit! Keine Zeit!

Nun schwebe ich durch die Stadt. Chemische Droge. Natürliche Basis. Ingredienzen: Die Welt. Der Moment.

Jetzt: Laufend. Ich l(i)ebe den Stress. Das Adrenalin öffnet meine Poren. Lässt die Aussenwelt mit ihrem diffusen Gemisch aus Zeichen, Symbolen, Klängen in mich eindringen. Das ursprünglich Außen liegende wird zu meinem Alltag. Es wird: Ich.
citty
Jetzt realisierte ich warum ich mich -gleich- mit vielen anderen Passanten durch die Stadt hetze.
Ich realisiere [realiere, ...siere]: Jetzt! Ich fühle den Alltag etwas Reales. Nicht als etwas alltägliches. Es ist ein schwebendes Etwas, dass uns hetzend macht. Eine Art Parfum. Großstadtparfum. Beschwert unsere Sinne, macht uns stoisch. Unsensibel.

Ich realisiere. Ich bin immun.


Ich werde langsamer. Gehe. Rieche, schmecke, höre den sich entfaltenden Duft der großen Stadt. Erinnere mich, bewege mich vorwärts. Freue mich auf später und freue mich im selben Moment was gestern war. Ohne Stress. Heute ist jetzt und dies zwingt. Zum Leben.

Wenn verbalisierter Sondermüll links hinter dir Platz nimmt!

train[Links hinter mir im Bahnhofcafé]....Die Schilddrüsenwerte habe ich letzte Woche testen lassen, MAMA.[Nerv]Die Cola tut gut, MAMA.[Noch mehr nerv] Mir sin' aber net' zu viel jelaufen, MAMA, oder? Trier is' keine schöne Stadt, MAMA. Nirjens Bänke zum hinsetzen. [Gute Frau: Halts Maul!] Näh, nach Trier fahrn ma' net mehr! Joblenz ist schöner, gell MAMA?[Besser so!]

Frei von schlechter Luft und verbaler Traktion.

17:12 Uhr: Juchei, nix wie weg hier, denke ich. Da ist selbst Zug fahren in die Eifel besser! Die fette Mitfünzigern prabbelt munter mit ihrer Mutter weiter. Mir egal! Breit grinsend schlendere ich zum Zug! Frei von schlechter Luft und verbaler Traktion. Kaum zu glauben, dass ich mir diesen Siff eine halbe Stunde anhören musste. Ich habe versucht mich an meinem kleinen Kaffeeplatz zu isolieren. Eine Lärmschutzwand um mich aufzubauen. I-Pod auf die Ohren und ich höre nichts mehr! Denkste! Alles, nicht mehr der I-Pod konnte mir zu Hilfe kommen. Dem Mutter-Kind-Geplänkel konnte ich nicht entgehen. Na ja, jetzt ist ja alles vorbei. Ich lasse mich auf einen freien Platz fallen. Sehe zu das es sich um einen Rückwärts-Fahr-Platz handelt, um einer Sitzgemeinschaft zu entgehen und bin mit mir und der Welt zufrieden.

Wie lange können 45 Minuten sein?
train1
Plötzlich- eine Minute vor Abfahrt- der Zug schwankt absonderlich gepaart mit Kölner Dialekt. Ich denke: "Geht nicht! Darf nicht! Kann nicht wahr sein!" Aber mein Schicksal schreit förmlich: "Geht doch"! Die beiden Wortmüllchoriphäen steigen ein und lassen sich mit lautschweifender verbaler Scheiße neben mich fallen! Schade, dass es jeinen anderen Platz jibt, MAMA! Zu schade! Da bin ich mit der Kölnerin einer Meinung!Flucht ausgeschlossen! Wie lange können 45 Minuten sein? Zu lange! Zugluft ist schlecht. Eifeler Baumstamm-Haltestellen auch! Aber die beiden sind nicht zu toppen.

Sondermüll ist schädlich. Verbalisierter noch schlimmer.

Ich überlege: Aus dem Fenster springen? [Besser wäre es!] Aber no Chance. Plexiglas.
Sitzen bleiben und Ausharren? Zuhören? [Geht nicht] Weghören?[Auch nicht] Mitmachen?

Sich verbal auskotzen! Das wäre es doch Mal was. ÜBEL.
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